Werbung landet bei mir recht schnell in der - so beliebten - Ablage P. Doch diesmal bin ich durch Zufall bei der K
gestoßen. Das ist ein All-in-One PC mit Touchscreen. All-in One Pcs kennt man einige - doch sind sie bis auf den iMac von Apple eher weniger verbreitet.
Man kann bei den All-in-One Pcs schlecht Teile austauschen oder den PC erweitern. Dennoch lohnt sich bei dem Asus eee Top PC (ET1602) ein zweiter Blick.
15,6-Zoll-Bildschirm, kein optisches Laufwerk, 1,6Ghz, knapp 550€. So liest sich nicht unbedingt das Datenblatt eines High-End-Rechners. Für tägliche Arbeiten reicht es jedoch völlig. Lediglich der 15,6 große Monitor ist etwas zu klein geraten. DVD Abende wird man vermutlich an diesem Rechner kaum veranstalten, schließlich fehlt auch das optische Laufwerk dafür. Kurzum: Der Rechner hat ein begrenztes Einsatzfeld. Doch der Rechner hat ein Touchscreen und das macht ihn wiederum recht interessant - Maus und Tastatur könnten bei vielen Einsatzzwecken weg bleiben. Doch bei welchen? Briefe und Blogeinträge schreiben? Da wird man wohl eher die Tastatur benutzen wollen. Spiele werden wohl besser mit der Maus bedient und beim Surfen benutzt man - wenn man es genau überlegt - doch recht häufig die Tastatur. Hier wird mal ein Captcha abgetippt, dort mal ein Bestellformular ausgefüllt, dort mal der Kontostand mit Hilfe von Kontonummer und Pin überprüft. Surfen ist - erstaunlich Textlastig. Youtube, Rezepteseiten und einfaches stöbern kommen mit recht wenig Texteingabe zurecht. Das geht also - so einigermaßen.
Interessant wird ein Touchscreen allerdings erst dann wenn Maus und Tastatur ganz wegbleiben sollen. Ich könnte mir den Asus eee top (ET1602) recht gut auf Partys als Jukebox vorstellen. Die Musikwiedergabe könnte vollständig per Touchscreen erfolgen. Playlisten sind hauptsächlich eine Sache von Drag and Drop. Mausarbeit. Maus und Tastatur können also in irgendeiner Schublade vollständig verschwinden und der All-in-One Pc von Asus kann ganz lässig auf den Verstärker gestellt werden. Ein ästhetischer Gewinn.
Wer einen herkömmlichen Rechner heute als Jukebox umfunktioniert, lässt eher Büro-Feeling aufkommen als Party-Feeling. Da stehen Tastatur, Maus, Monitor und das sperrige Rechner-Gehäuse. Alles andere als ansprechend. Dazu noch die ganzen Kabel dahinter. Das würde bei einem Bedienkonzept per Touchscreen mit einem Rechner wie dem Eee Top (ET1602) entfallen.
Doch es gibt auch andere All-in-One PCs. So bietet Dell mit dem
XPS One einen sicherlich hochwertigen All-in-One Pc der sich durchaus auch für DVD-Abende eignet. Optisches Laufwerk und ein 20-Zoll-Monitor laden dazu ein. Jedoch ist der PC mit 1.100€ auch schon doppelt so teuer - und hat keinen Touchscreen. Tastatur und Maus gehören dort wieder zum Pflichtprogramm. Der XPS One ist also eher eine Windows-Alternative zum
iMac. Immerhin ist ein TV-Tuner bei dem XPS One schon integriert.
Günstiger ist hier der Averatec F1, DVB-T integriert und 22-Zoll-Monitor für rund 800€. Schick - aber nicht unbedingt innovativ.
In eine ähnliche Schiene - wie der ursprünglich erwähnte eee Top von Asus - passen noch der
Nettop (Touchscreen optional) und der
Touchsmart von HP. Letzterer ist jedoch preislich in einem ganz anderen Segment, mit fast 2.000€ ist der Rechner etwa viermal so teuer wie der Asus eee Top, bietet aber zugegebenermaßen einiges mehr an Ausstattung.