Bei Webportalen wie
Myhammer und
Blauarbeit werden Aufträge - meist von kleineren Firmen und Privat-Leuten ausgeschrieben. Doch was dort ausgeschrieben wird, ist nicht immer so ganz attraktiv für die Auftragsnehmer. So findet sich bei Myhammer ein recht unattraktiver Auftrag, der bestenfalls für einen Hungerlohn reicht:
500 Artikeltexte mit jeweils 250 Woertern Finanzen, Shops, Gesundheit, Computer/Internet und Reisen/Urlaub, sowie 350 Artikeltexte mit jeweils70 Woertern.
Die Texte muessen einzigartikel sein, frei erfunden und plausibel erscheinen. Ausserdem muessen Sie zu den obigen Themen Tehmenrelevant sein.
Hier wird also ein Texter - oder zumindest jemand mit einer
flotten Schreibe gesucht. Das ist eine Arbeit, die ganz und gar nicht einfach und alles andere als Anspruchslos ist. Schließlich braucht man für jede Information die nicht absolut trivial ist, einiges an Recherche Zeit. Man kann sicherlich bei den einen oder anderen Artikel mal ohne das Durchwälzen von teuren Referenzwerken schreiben, doch wenn die insgesamt 750 Artikel nicht nur eine Aneinanderreihung von verschiedenen Begriffen (vermutlich eher Keywords) seien sollen, muss man etwas Zeit für kleinere Recherchen-Etappen einkalkulieren. Das kostet natürlich Zeit und sollte eigentlich kein Problem sein - nur muss sich das alles dann auch wieder in dem Auftragspreis widerspiegeln. Das tut es allerdings nicht. Die Preisvorstellung des Auftraggebers bei der besagten Myhammer-Ausschreibung liegt bei 500€, inklusive Mehrwertsteuer. Angenommen ein - seriöser und großer - Betrieb nimmt nun diesen Auftrag an. Da er die Mehrwertsteuer ja sozusagen nicht "verwenden" kann und nur bei der Rechnung drauf schlägt, hat er für den Auftrag noch etwa 420€ zur Verfügung. Das mag auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz so wenig zu sein - wenn man sich aber den Umfang des Auftrags anschaut ist die Summe lächerlich. Es bleiben - pro Artikel gesehen - 56 Cent für den Auftrag übrig.
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